Beispielhafte Klimaschutzprojekte

Hier erhalten Sie einen Überblick über einige der Klimaschutzmaßnahmen der Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten, die in den Jahren 2015 und 2016 von den Kommunalverwaltungen, der ehrenamtlichen Projektgruppe „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz“ und dem Klimaschutzmanager in Kooperation realisiert wurden. Die nicht abschließende Darstellung wird laufend um abgeschlossene, aktuelle sowie geplante Maßnahmen erweitert.


Turnhalle Pech: Energetische Sanierung und Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung

Wachtberg Pech – Die 1969 errichtete Turnhalle Pech wird vom FC Pech, der Offenen Ganztagsschule Pech, dem Kindergarten sowie der Musikschule Wachtberg zur Ausübung verschiedener Sportarten genutzt. Die Gemeinde Wachtberg hat vorgesehen, die Turnhalle energetisch zu sanieren und im Zuge dessen auch die Innen- und Hallenbeleuchtung des Gebäudes zu erneuern. Nach der Planung im Jahr 2016 werden die Sanierungsarbeiten im Jahr 2017 realisiert.

Energetische Sanierung der Turnhalle Pech
Im Verlauf der energetischen Sanierung ist die Dämmung der Fassaden, des Daches und des Bodens der Turnhalle vorgesehen. Ergänzend hierzu werden die alten Fenster durch neue Fenster mit einer modernen Dreifachverglasung ersetzt. Außerdem wird die bestehende Heizungsanlage des Gebäudes um eine solare Brauchwassererwärmung erweitert. Durch die energetische Sanierung mittels der aufgeführten Maßnahmen an der Gebäudehülle und an der Anlagentechnik wird eine Minderung der CO2-Emissionen um 72 Prozent erzielt. Dies entspricht etwa 81 Tonnen CO2 pro Jahr. Das Projekt wird als ausgewählte Maßnahme mit Modellcharakter im Rahmen des interkommunalen Klimaschutzmanagements umgesetzt.

Angaben und Details zum Förderprojekt:
  Titel: KSI: Energetische Sanierung der Turnhalle Pech
Förderkennzeichen: 03KS5995AM
Bewilligungszeitraum : 01.10.2016 bis 31.03.2018

Im Zuge der Sanierungsarbeiten errichtet die Gemeinde Wachtberg darüber hinaus eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle. Die Installation dieser Anlage wird unabhängig vom Förderprojekt realisiert und vollständig aus Eigenmitteln der Gemeinde finanziert.

Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Turnhalle Pech
Im Rahmen dieser Maßnahme ist der Einbau hocheffizienter Beleuchtungstechnik in Verbindung mit einer Präsenzsteuerung in der Turnhalle sowie in den Nebenräumen der Turnhalle vorgesehen. Durch die Erneuerung der Beleuchtung wird über die gesamte Lebensdauer der hierfür eingesetzten Leuchtensysteme eine Einsparung von insgesamt 155 Tonnen CO2 bewirkt.

Angaben und Details zum Förderprojekt:
Titel: KSI: Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung der Turnhalle   Pech
Förderkennzeichen: 03K04534
Bewilligungszeitraum: 01.01.2017 bis 31.12.2017

Förderhinweis: Beide Projekte, sowohl die energetische Sanierung als auch die Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung, werden im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages gefördert.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab. Von der der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

Beteiligte Partner bei der Umsetzung beider Projekte:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: http://www.klimaschutz.de/

bundesministerium

Projektträger Jülich:  https://www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

projekttraeger-juelich


Workshops zum Energiesparen an Bornheimer Schulen

2016 realisierte die Stadt Bornheim in Kooperation mit derprojekte-kinder Energieagentur Rhein-Sieg und der Verbraucherzentrale NRW verschiedene Workshops an städtischen Schulen. Organisiert wurden die Workshops vom interkommunalen Klimaschutzmanager. Das Ziel der Workshops war es, die Schülerinnen und Schüler für einen sparsamen Umgang mit Strom, Heizenergie und Warmwasser zu sensibilisieren. Hierfür wurde im April 2016 in der LVR-Förderschule zunächst die Aktion „WARM-Up Wissensspiele rund um Wärme“ durchgeführt. Dabei handelte es sich um ein Stationenlernen mit dem Schwerpunkt „Heizenergie und Warmwasser“. Im Mai und im Juni 2016 fand an der Wendelinus-Grundschule sowie an der Johann-Wallraf-Grundschule der Workshop „Energiespardetektive geben Stromspartipps statt“.  Hierbei lag der Schwerpunkt auf der Wissensvermittlung im Bereich des (unnötigen) Stromverbrauchs. Alle Workshops konnten kostenlos angeboten werden, da sie aus Projektmitteln des Landes NRW und der Europäischen Union finanziert wurden. Leider kann nicht beziffert werden, welche Energieeinsparungen tatsächlich durch diese Aktionen erreicht wurden. Jedoch wirken Kinder als Multiplikatoren in ihrem persönlichen Umfeld und geben das erlernte Wissen an Verwandte, Nachbarn und Freunde weiter und können somit auf Energieeinsparungen hinwirken. Darüber hinaus sind Kinder die Verbraucher und Konsumenten der Zukunft, weshalb die Stadt Bornheim großen Wert darauf legt,  ihnen das Wissen rund um die Themen Energie- und Klimaschutz möglichst früh zu vermitteln.


Haus-zu-Haus-Energieberatungsaktionen in Bornheim und Wachtberg

projekte-hausIn 2015 betreute der Klimaschutzmanager die „Haus-zu-Haus-Energieberatungsaktion“, welche in Kooperation mit der Energieagentur Rhein-Sieg und der Verbraucherzentrale NRW in Bornheim Sechtem durchgeführt wurde. Ziel der Aktion war es, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, den Energieverbrauch ihres Hauses neutral und unabhängig bewerten zu lassen. Im Anschluss an die Beratung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Beratungsbericht mit empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen, geschätzten Kosten und Fördermöglichkeiten. Im Rahmen der Aktion wurden etwa 330 Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer angeschrieben und eingeladen, an der Energieberatungsaktion teilzunehmen. Die Beteiligung lag in Bornheim über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Aktionen. Da eine Evaluation der umgesetzten Maßnahmen erfahrungsgemäß erst nach einigen Jahren möglich ist, kann aktuell noch nicht beziffert werden, welche Energieeinsparung durch dieses Projekt erreicht wurden.

In 2016 wurde eine weitere Haus-zu-Haus-Energieberatung in der Gemeinde Wachtberg realisiert. Bei dem Aktionsgebiet handelte es sich um den Ahorn-, den Birken-, den Buchen- und den Tannenweg im Ortsteil Wachtberg-Niederbachem der Gemeinde Wachtberg. Die Auftaktveranstaltung hierzu fand in Form eines Infoabends am  Dienstag, den 30.08.2016 um 18 Uhr im Haus der Feuerwehr in Niederbachem statt.


Interkommunale Hausmeisterschulung

Im Oktober 2015 wurde die vom Klimaschutzmanager initiierte und geplante interkommunale Hausmeisterschulung in Kooperation mit dem „Energiebüro e&u“ in Alfter durchgeführt. Das Grundlagenseminar wurde von der „EnergieAgentur.NRW“ bezuschusst. Insgesamt nahmen 15 Hausmeister aus den Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg an der Schulung teil. Inhaltlich wurden Themen wie Energiekosten und –verbrauch, Heizen, Lüften, Heizungsregelung, Warmwasserbereitung im Seminar behandelt. Konkrete Zahlen zur Energieeinsparung durch dieses Projekt können nicht genannt werden. Jedoch kommt den Hausmeistern hinsichtlich der Energieeinsparung in kommunalen Gebäuden eine wesentliche Rolle zu, da sie die Gebäude und ihre Nutzerinnen und Nutzer am besten kennen. Beim Erkennen energetischer Schwachstellen in den Gebäuden und bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen kommt ihnen eine Schlüsselstellung zu. Daher ergibt sich für die sechs linksrheinischen Klimaschutz-Kommunen in jedem Fall ein Mehrwert aus diese Veranstaltung. Demzufolge und aufgrund der positiven Rückmeldungen der Hausmeister und den Kommunalverwaltungen, wird Ende 2016 das Aufbauseminars durchgeführt.


Bornheimer Energie-Arena

Im Jahr 2015 war der Klimaschutzmanager in die Neukonzeptionierung und Planung des Bornheimer Energietags am 08. Mai 2016 auf dem Peter-Hausmann-Platz involviert.  Ziel der Planungen war es, eine Veranstaltung zu realisieren, die für möglichst viele Ausstellerinnen und Aussteller aus den Bereichen Handwerk, Finanzdienstleistung, Beratung und Ehrenamt mit Bezug zu Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimaschutz in den Bereichen Bauen/Wohnen, Mobilität, etc. interessant ist. Auch Herr Gethke und Herr Professor Schlagheck nahmen, stellvertretend für die Kommunalverwaltungen und die Projektgruppe „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz“, an der Energie-Arena teil. Die Energieeinsparungen, die durch diese Veranstaltung erreicht wurden können nicht beziffert werden. Jedoch zeigen die Erfahrungen, die  bei der Teilnahme an Veranstaltungen wie etwa der Alfterer Gewerbeschau und der Rheinbacher Baumesse gemacht wurden, dass die Bürgerinnen und Bürger in den sechs linksrheinischen Kommunen sehr interessiert daran sind, Hilfestellung in den Bereichen „Energiesparen“ und „Erneuerbare Energien“ zu erhalten. Auch wenn schwer zu evaluieren ist, welche Maßnahmen die Bürgerinnen- und Bürger tatsächlich umsetzen, bleibt eine kontinuierliche Information und Öffentlichkeitsarbeit für die Kommunalverwaltungen und für die ehrenamtliche Projektgruppe „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz“ auch in Zukunf relevant.


Interkommunales Energiecontrolling

In Kooperation mit der Projektgruppe „Erneuerbare Energien/Energieeffizienz“ hat der Klimaschutzmanager den interkommunalen Workshop „Energiecontrolling“ initiiert. Bisher fanden zwei Treffen in Wachtberg und Rheinbach statt. Vorbild ist der aktuell ruhende Workshop „Green-IT“, der im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit bisher eines der ergiebigsten Projekte im Hinblick auf die Energieeinsparung in den Kommunen darstellt.
Ziel des Workshops „Energiecontrolling“ ist der gegenseitige Austausch, um in allen Klimaschutz-Kommunen denselben Erfahrungslevel zu erreichen und somit die Basis für eine nachhaltig erfolgreiche Kooperation zu schaffen. Durch kontinuierlichen interkommunalen Wissenstransfer sollen Wege gefunden werden, das Energiecontrolling angesichts begrenzter personeller Kapazitäten in allen Projektkommunen voranzubringen. Aus dem Austausch mit Kommunen, die im Energiecontrolling bereits weiter vorangeschritten sind und aus der gemeinsamen Analyse vorhandener Energieberichte soll für alle Kommunen ein Mehrwert entstehen. Ohne den interkommunalen Austausch wäre es den beteiligten Kommunen schwer möglich, entsprechende Kenntnisse und Unterstützung zu erhalten. Konkrete Zahlen zur Energieeinsparung durch dieses Projekt können aktuell nicht genannt werden. Die Energieeinsparpotentiale, welche mit einem funktionierenden Energiecontrolling verbunden sind, werden von den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sechs Kommunen als sehr hoch eingeschätzt.


 Energiecontrolling für das Rathaus Bornheim

Im Rahmen des „ILEK-Prozesses“ wurde im Jahr 2008 in den linksrheinischen Kommunen ein Projekt zum Thema Energiecontrolling initiiert. Hierfür wurde repräsentativ in allen ILEK-Kommunen in einem Gebäude mit einem Energiecontrolling durch RWE begonnen. In Bornheim betraf dies das Rathaus. Seit seinem Dienstantritt hat der Klimaschutzmanager dieses Projekt in der Stadt Bornheim erneut aufgegriffen und mit der Aufarbeitung der bisher gesammelten Daten begonnen. Im Verlauf des Prozesses wurde mittlerweile die Umstellung des bestehenden Energie-Controlling-Vertrages auf einen Energie-Monitoring-Vertrag in die Wege geleitet. Konkrete Zahlen zur Energieeinsparung durch dieses Projekt können noch nicht genannt werden. Die jährlichen Kosten des Energie-Monitoring-Vertrages sind jedoch geringer als die Kosten des bisher gültigen Energie-Controlling-Vertrages. Darüber hinaus liegen erste Empfehlungen zur weiteren Steigerung der Energieeffizient im Rathaus und den angeschlossenen Gebäuden vor, welche ihrerseits weitere Einsparungen generieren werden.